Kulturfest am Studienhaus

Am Tag des offenen Denkmals (10.09.2022) hatte der Freundeskreis Studienhaus Hammerberg zu einem Kulturfest eingeladen. Seit einem halben Jahr wurde auf dem dem Gelände und im Haus gründlich aufgeräumt und geputzt. Die Besucher von nah und fern konnten sich vom Ergebnis überzeugen. Zahlreiche Gäste fanden bei sonnigem Herbstwetter den Weg, um sich am unter Denkmalschutz stehenden Studienhaus zu informieren. An weiß gedeckten Tischen verweilte man bei Kaffee und Butterkuchen unter der ausladenden Krone der alten Buche, die zwischen Wohnhaus und Scheune steht.

Von der Terrasse aus wurden die Besucherinnen und Besucher mit Musik aus der Teestubenzeit unterhalten. Die Teestube war ein selbstorganisierten Jugendzentrum. Es befand sich von 1973 bis 1988 in dem Gebäude. Etliche Teestubennutzer waren unter den Gästen und schwelgten in Erinnerungen. „Danke, das war das beste Fest, was wir hier jemals hatten,“ begeisterte sich Andreas Düker.

Zimmermeister Hanspeter Rohde, Architekt Wolfgang Riesner (IgB) und Sven Theuerkauff, Nachkomme der Erbauer informierten die Gäste über die Geschichte des Hauses und der Familie der Künstlerin Edith Meyer v. Kamptz, die dort 25 Jahre arbeitete und wohnte. Auf der Hoftorseite wurde von Anke Tubbesing mit Unterstützung junger Besucherinnen ein großes Naturwebbild gestaltet. Es ist dort weiterhin zu sehen. Als Märchenerzählerin bot Elfriede Tiedemann in einer Buchsbaumlaube auf der Südseite des Gebäudes das Märchen Dornröschen dar. Dabei stellte sie den Bezug zum Studienhaus her, das viele Jahre im Schlaf gelegen hatte.

Unter den Gästen war Jürgen Sievers, der Bürgermeister des Fleckens Uchte. Er kümmerte sich gleichzeitig um Elektrizität und Wasser. Ebenso Prof. Dr. Hartmut Vollmer von der Uni Lüneburg. Er verfasste 2018 ein Buch über die Künstlerin Edith Meyer v. Kamptz. Es ist beim Freundeskreis und beim Bürger- und Kulturverein erhältlich. Aus Lübeck angereist waren Ediths Nachkommen. Sie arbeiten aktiv im Freundeskreis mit. Besonders die Enkelin Christa hat noch viele Erinnerungen an Uchte. Sie hatte als Kind einige Jahre bei ihrer Großmutter gelebt.

Von den insgesamt 300 Gästen wurden viele Ideen genannt, wie das Haus und der wunderschöne Park genutzt werden sollten:

“Unbedingt muss hier draußen ein Café sein.”

“Hier sollte man einen Weihnachtsmarkt durchführen.”

“Kann man nicht Anteile am Haus kaufen?”

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